Schwerpunkt 2015: Games

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Den ersten Tag eröffnete Daniel Heinz, Projektleiter des Spieleratgebers NRW, mit einem Vortrag über „Neue Herausforderungen der Jugendhilfe im Bereich Games“. „Warum junge Menschen die gamescom besuchen“ stellte Christian Theisen vom CTRL-Blog.de, der Jugendredaktion des Spieleratgebers NRW, anschließend vor. Nach der Mittagspause wurden die Teilnehmer dann entsprechend ihrer Vorkenntnisse in Gruppen unterteilt und sie erhielten eine moderierte Führung über den Entertainment Bereich der gamescom. Diese Führungen und die enthaltenen Termine bei den Publishern Microsoft, Sony und Nintendo waren Grundlage für die abschließende Diskussionsrunde. 

 

Die gamescom – Eine Pilgerstädte für Gamer?

Ein Beitrag von Christian Theisen

Rekord! Dieses Jahr schaffte es die gamescom über 345.000 Gamer nach Köln zu locken. Auf über 8 Messehallen stellten 700 Entwickler und Publisher ihre neusten Kreationen vor und versuchten die Besucher zu unterhalten und zu überzeugen. Doch was macht eigentlich den Reiz der größten Spielemesse Europas aus?

Natürlich machen allein der Standort und der Zeitpunkt einen gewissen Reiz aus. Die gamescom findet immer zur Ferienzeit statt und ist zudem im Sommerloch gelegen. Somit konkurriert die Messe nicht mit anderen Messen oder Sensationen. Auch das nahende Wintergeschäft ermutigt die Entwickler, vermehrt über ihre neuen Spiele zu sprechen. Doch warum besuchen derart viele junge Gamer diese Convention? Der CTRL-Blog fragte im Vorfeld die Redakteure, auf was und wieso sie sich auf die gamescom2015 freuen. (http://www.spieleratgeber-nrw.de/gamescom-2015-Die-Highlights-unserer-Jugendredakteure.4434.de.1.html) Das Ergebnis mag für manche recht überraschend sein, da nicht die Spiele im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Atmosphäre und das Zusammenkommen mit anderen Gamern. Insbesondere die lockere Stimmung, verschiedenste Besucher und die aufwändigen Dekorationen der Messestände scheinen einen großen Reiz der Messe auszumachen.

Durch die hohen Besucherzahlen kommt aber es auch zu einem weiteren Phänomen: Den Warteschlangen. Auf der gamescom darf sich ein Besucher gerne mal für zwei bis drei Stunden in einer Schlange aufreihen, um einen Trailer oder etwas Gameplay von einem neuen Spieleblockbuster zu sehen. Aber warum stellt man sich freiwillig mehrere Stunde im Sommer an, um sich, im schlimmsten Fall, einen Trailer anzuschauen, der in den nächsten Wochen oder sogar im Laufe der gamescom veröffentlicht wird?
 Meiner Meinung nach ist das ein Phänomen, welches in den letzten Jahren in unserer Gesellschaft immer bedeutsamer wurde. Nimmt man beispielsweise das iPhone. Kaum wird eine neue Gerätegeneration vorgestellt, begeben sich Menschen vor einen Apple Store und campen dort für Tage. Und genauso, wie bei den Gamern stellt sich die Frage nach dem „Warum?“. 

Die Antwort ist dabei recht simpel: Der oder die Erste sein. Es ähnelt einer Trophäe eines der ersten iPhones zu besitzen oder den Trailer gesehen oder ein paar Minuten das neue Spiel getestet zu haben. Man kann Bilder machen und teilen. Außerdem lernt man neue Personen mit ähnlichen Interessen kennen und man kann sagen: „Ich war dabei.“ 


Ein weiterer Punkt, welcher in eine ähnliche Spate schlägt, sind die Cosplayer. Unter Cosplay versteht man Fans, die einen Charakter nachspielen. So werden unter anderem selbst Kostüme oder Waffen hergestellt und insbesondere Messen, wie die gamescom, bieten sich an, um zu sehen und gesehen zu werden.

Auch der Anstieg des E-Sport Anteils, also dem professionellen Computerspielen, lockt immer mehr Besucher auf die Messe. So werden auf der gamescom große Wettkämpfe ausgetragen und es wird um hohe Preisgelder gespielt. Man ist also auf einem Turnier auf einer Messe. 


Zuletzt ist noch die neuste Entwicklung zu erwähnen: YouTube. In den letzten Jahren sind YouTuber und ihre Videos immer weiter in den Vordergrund gerückt und begeistern, meist jüngere, Zuschauer. Waren YouTuber vor drei Jahren noch eine kleine Randerscheinung, sind sie mittlerweile für junge Gamer einer der Gründe, um die Messe zu besuchen. So werden extra für YouTuber neben der gamescom auch die VideoDays angeboten. Ein Event, um seine Lieblings-YouTuber zu treffen. 


Wie die VideoDays erstreckt sich auch das Angebot der gamescom über die Messehallen hinaus. So gab es VideoGames Live, ein Konzert bei welchem ein Orchester live Musiktitel aus bekannten Games spielt. Im Kölner Zentrum gab es auch mehrere weitere Konzerte und Strassenstände. Die gamescom wächst also nicht nur auf ihrem Messegelände. 


Wir können festhalten, dass die gamescom mehr als nur eine Messe ist. Sie ist vielmehr ein Festival. Ein Ort an dem verschiedenste Gamer zusammenkommen können, um sich auszutauschen und zu sehen, was es Neues zu ihrem Hobby gibt. Längst sind Computerspiele aus den Zimmern der Spieler herausgekommen und etablieren sich als aktuelles und selbstständiges Medium in unserer Kultur.

Bilder von Anna Siegburg via CTRL-Blog.de 

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