Studie: Kinder in der digitalen Welt

Studie: Kinder in der digitalen Welt

Bereits Kleinkinder haben regelmäßig Kontakt zu digitalen Inhalten und wie damit umgegangen wird, hängt zum Großteil durch die Medienerziehung und Medienkompetenz der Eltern ab. Die U9-Studie „Kinder in der digitalen Welt“, die von der Bundesfamilienministerin Schwesig mit dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) und dem Sinus-Institut vorgestellt wurde, belegt, dass die Medienkompetenz innerhalb von Familien gefördert werden muss. Dafür wurden 1800 Eltern und Erziehende von Drei- bis Achtjährigen, sowie 1000 Kinder in diesem Alter befragt.

In welchem Maße die Medienkompetenz der Eltern und ErzieherInnen ausgeprägt ist, beeinflusst die Medienerziehung der Kinder. Dabei lassen sich sieben Typen von Eltern identifizieren, die unterschiedliche Herangehensweise an den Umgang mit Medien haben. Dazu gehören „Digital Souveräne“, „Effizienzorientierte Performer“, „Unbekümmerte Hedonisten“, „Postmaterielle Skeptiker“, „Verantwortungsbedachte Etablierte“, „Ordnungsfordernde Internet-Laien“ und „Internetferne Verunsicherte“. Diese Typen weisen unterschiedliche Eigenschaften auf, wie mit Medien und gegebenenfalls problematischen Inhalten umgegangen wird und diese mit den Kindern thematisiert werden, denn Eltern agieren auch hier als Vorbild.  

Durch die starke Verbreitung von Internetinhalten, ist auffällig, dass bereits die Kleinsten das Internet nutzen. Bereits 55% der 8-Jährigen ist bereits online. Von den 6-Jährigen geht fast ein Drittel ins Internet und bei den 3-Jährigen schon fast jedes zehnte Kind. Dabei ist die Selbsteinschätzung der Kinder, wie gut die Internetkenntnisse sind, geschlechterunabhängig und nur die Interessenfelder unterscheiden sich: Jungen spielen eher Games, Mädchen recherchieren.

Auffällig ist, dass die technische Ausstattung mittlerweile eher von der Einstellung der Eltern abhängt, als von den finanziellen Möglichkeiten. Auch die formale Ausbildung der Eltern beeinflusst das Engagement der Eltern, ihren Kindern als Unterstützung für den Umgang mit Medien beizustehen. Besonders werden allerdings die Risiken von Mediennutzung wahrgenommen, auch wenn 65% der Eltern Chancen in der Nutzung von digitalen Medien erkennen und diese nutzen wollen. Daraus folgt die Steigerung der Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen im Internet und deren Anwendung im Kinderzimmer.

Eltern müssen sich Herausforderungen im Umgang mit digitalen Medien stellen, da teilweise Unsicherheiten aufgewiesen werden, die im digitalisierten Familienalltag auffallen. Zur eigenen Einschätzung des Medienumgangs bietet der Onlinetest für Eltern von SCHAU HIN! eine Hilfestellung.

Interessierte können hier die gesamte Studie einsehen.

Quelle: www.divsi.de

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Karolina Kaczmarczyk

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